Zahnlexikon

In diesem Zahn-Lexikon finden Sie Begriffe alphabetisch sortiert rund um Ihre Zähne.

A Abrasion
  Wie abrasiv (abtragend) Zahnpasta auf die Zahnhartsubstanzen (Schmelz, Dentin) wirkt, hängt von der Härte, Menge und Größe der beigefügten Abrasivstoffe (Putzkörper) ab. Besonders bei freiliegenden Zahnhälsen sollte das im Vergleich zum Schmelz weiche Dentin schonend gereinigt werden. Deshalb ist eine Zahnpasta mit einer sehr geringen Abrasivität (RDA 30) empfehlenswert (elmex SENSITIVE Zahnpasta). Zahnpasten mit mittlerer Abrasivität weisen einen RDA-Wert von 60 – 80 auf. Zahnpasten mit einem RDA-Wert größer als 100 sind stark abrasiv und für die tägliche Anwendung nicht geeignet.
 

 

Abrasivität von Zahnpasten

  Wie abrasiv (abtragend) Zahnpasta auf die Zahnhartsubstanzen (Schmelz, Dentin) wirkt, hängt von der Härte, Menge und Größe der beigefügten Abrasivstoffe (Putzkörper) ab. Besonders bei freiliegenden Zahnhälsen sollte das im Vergleich zum Schmelz weiche Dentin schonend gereinigt werden. Deshalb ist eine Zahnpasta mit einer sehr geringen Abrasivität (RDA 30) empfehlenswert (elmex SENSITIVE Zahnpasta). Zahnpasten mit mittlerer Abrasivität weisen einen RDA-Wert von 60 – 80 auf. Zahnpasten mit einem RDA-Wert größer als 100 sind stark abrasiv und für die tägliche Anwendung nicht geeignet.
 

 

Alkoholgehalt von Mundspül-Lösungen

  Einige Mundspülungen enthalten Alkohol als Lösungsmittel für andere Inhaltsstoffe. Dies kann problematisch sein für Kinder, aber auch für Personen mit empfindlicher Mundschleimhaut und für Personen, die Alkohol meiden sollten. Alle Mundspül-Lösungen und Zahnspülungen von GABA sind alkoholfrei.
 

 

Amalgam

  Füllungsmaterial für kariöse Zahnschäden, die so weit fortgeschritten sind, dass sie der Zahnarzt aufbohren und füllen muss. Amalgam wird seit Jahrzehnten eingesetzt, hat sich bewährt und ist kostengünstig. Immer wieder werden jedoch Diskussionen wegen der Freisetzung von Quecksilber geführt.
 

 

Aminfluorid

  Spezielle organische Fluoridverbindung in den elmex Kariesschutz Präparaten. Sie mineralisiert und schützt die Zähne besonders wirksam und sorgt so für optimalen Kariesschutz. Wissenschaftliche Studien beweisen die Wirksamkeit der Aminfluoride. Durch ihre spezielle chemische Struktur (Netzmittel) lagern sie sich besonders schnell und gut an den Zähnen an und fördern die Ausbildung einer fluoridhaltigen Schicht. Diese schützt den Zahn bei Säureangriffen. Gleichzeitig kann der Speichel – und mit ihm das Aminfluorid – auch enge Zahnzwischenräume und Grübchen der Backenzähne besser erreichen. Gerade an solchen schlecht zugänglichen Orten beginnt Karies besonders oft.
 

 

Aminfluorid/Zinnfluorid

  Wirkstoffkombination in meridol Zahnpasta und meridol Mundspül-Lösung sowie meridol special-floss. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass diese Wirkstoffkombination das Plaque-Wachstum hemmt, die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch und eine gesunde Mundflora fördert. Dadurch bieten die meridol Produkte einen umfassenden Schutz vor Zahnfleischproblemen.
 

 

Approximalkaries

  Karies im Zahnzwischenraum. Tritt wegen der oft vernachlässigten Reinigung der Zahnzwischenräume sehr häufig auf. Schutz bietet eine regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume, vor allem unter Anwendung aminfluoridhaltiger Produkte. Aminfluoride bilden auf allen Zahnoberflächen eine Deckschicht, die vor Säureangriffen schützt.
 

 

Approximalraumreinigung

  Gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen; je nach Weite des Zwischenraums mit Zahnseide, Zahnhölzern, Zahnzwischenraumbürsten oder Floss.
   
B Babytee-Karies
  Bei regelmäßigem Nuckeln von zuckerhaltigen Getränken (z.B. Fertigtees für Säuglinge oder Fruchtsäfte) werden die Zähne ständig von dieser zuckerhaltigen Flüssigkeit umspült. Damit erhalten die säurebildenden Bakterien in der Mundhöhle laufend neue Nahrung. Dies führt zu schwersten Zahnschäden, auch als Zuckertee-Karies oder Saugerflaschen-Karies (nursing bottle caries) bezeichnet. Der zahnärztliche Fachbegriff ist „frühkindliche Karies“ oder „Early childhood caries (ECC)“.
 

 

Backenzähne

  Mahlzähne; bleibende, große, mehrhöckerige Backenzähne. Die ersten Molaren (Sechsjahrmolaren) brechen etwa im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch. Sie sind – zusammen mit den bleibenden Schneidezähnen – die ersten bleibenden Zähne in der Mundhöhle, werden allerdings häufig „übersehen“. Etwa im 12. Lebensjahr brechen die zweiten Molaren in die Mundhöhle durch, evtl. erst im Erwachsenenalter die Weisheitszähne. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren (also etwa mit Beginn der Schulzeit) sollte die Kinderzahnpasta durch eine Erwachsenen mit höherem Fluoridgehalt ersetzt werden, z.B. morgens aronal forte Zahnpasta, abends elmex Kariesschutz Zahnpasta.
 

 

Bakterien

  Kleinstlebewesen = Mikroorganismen. In der Mundhöhle lebende Bakterien bilden mit der Zeit fest haftende Beläge (Plaque), die bei Zuckerzufuhr ständig Säure produzieren und so zu Zahnschäden (Karies) führen. Stoffwechselprodukte dieser Plaquebakterien können auch zu Entzündungen des Zahnfleisches führen.
 

 

Bass-Technik

  Eine Zahnputztechnik für Erwachsene, bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleisch–saum gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unter–weisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.
 

 

Bleichen von Zähnen (Bleaching, Tooth Whitening)

  Aufhellung von Zähnen mit chemischen Methoden. Das Bleichen von Zähnen soll unter zahnärztlicher Aufsicht geschehen, um die Schädigung von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Eine anschließende Fluoridierung (z.B. mit höher konzentriertem elmex gelée) härtet den Zahnschmelz nach dem Bleichprozess.
 

 

Borsten

  Wichtigstes Anzeichen einer Zahnfleischentzündung: Das Zahnfleisch blutet, tut aber meist nicht weh. Damit die Entzündung ausheilen und das Bluten abklingen kann, müssen die bakteriellen Beläge vor allem am Zahnfleischsaum möglichst vollständig beseitigt werden, am besten mit einer weichen und sanften Zahnbürste mit mikrofeinen Borstenenden.
   
C CAD/CAM
 

Die CAD/CAM-Technik (CEramic REConstruction-Technik) hat auch in der Zahnarztpraxis zur Anfertigung von hochästhetischen Vollkeramik-Füllungen, -Teilkronen und -Veneers Einzug gehalten. Dabei wird mittels einer Kamera ein optischer Abdruck der Situation gewonnen, die Restauration am Computer konstruiert und mittels einer computergesteuerten Schleifeinheit vollautomatisch hergestellt. Diese Versorgungsart ist wesentlich ästhetischer als Goldinlays und -Teilkronen und in Ihrer Lebenserwartung diesen gleichwertig. Durch die Fertigung in unserer Praxis haben wir obendrein einen erheblichen Kosten- und Zeitgewinn.

 

 

Calciumflorid

  Verbindung, die sich bei Anwendung fluoridhaltiger Zahnpflegemittel auf der Zahnoberfläche bildet. Wenn der Zahn durch Säure angegriffen wird, wirkt diese Verbindung als Schutzschicht, indem sie sofort Mineralien zur Reparatur des Zahnschmelzes zur Verfügung stellt. Aminfluoridhaltige Präparate bilden besonders gut haftende Calciumfluorid-Deckschichten.
 

 

Chlorhexidin

  Vor allem in Mundspülungen verwendeter Inhaltsstoff, der gegen Bakterien, Pilze und Viren wirkt. Plaque-Bakterien werden bei Anwendung von Mundspülungen deutlich reduziert und die Bildung von Zahnbelag über einige Stunden verhindert. Nebenwirkungen von Chlorhexidin sind z. B. reversible Verfärbungen an Zähnen, Zunge und Mundschleimhaut sowie Beeinträchtigung des Geschmackssinns. Lösungen mit höheren Chlorhexidingehalt (> 0,1 %) sind deshalb nur zur kurzzeitigen Anwendung geeignet.
   
D Demineralisation
  Entkalkung; Herauslösen von Mineralien aus dem Zahnschmelz durch Säuren. Überwiegen Demineral–isationsprozesse am Zahn, kommt es zu Zahnschäden (Karies). Die regelmäßige Anwendung von elmex Produkten hemmt die Demineralisation, fördert die Remineralisation und bildet so wirksamen Kariesschutz.
 

 

Dentalfluorose

  Erkrankung, die durch langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entsteht. Ihre mildeste Ausprägung sind weißliche Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz. An den bleibenden Zähnen entstehen sie, wenn bis zum Alter von 6-8 Jahren regelmäßig zu hohe Fluoridmengen aufgenommen werden. Da Kleinkinder regelmäßig einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte bis zu diesem Alter eine Kinder-Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (bis 500 ppm) verwendet werden. Alle Fluoridierungsmaßnahmen (Salz, Tabletten etc.) sollten mit dem Zahnarzt besprochen werden.
 

 

Dentalhygieniker/in

  Speziell ausgebildete Fachkraft, die in der zahnärztlichen Praxis vor allem in der Behandlung und der Betreuung von Parodontitis-Patienten tätig ist. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Aufklärung von Patienten über korrekte Mundhygiene mit dem Ziel oraler Gesundheit.
 

 

Dentin

  Zahnbein. Hauptmasse des Zahns; umschließt das Zahnmark. Im Bereich der Zahnkrone wird das Dentin vom Zahnschmelz bedeckt, im Zahnhalsbereich vom Zement und dem Zahnfleisch. Dentin ist weicher als Zahnschmelz, daher ist freiliegendes Dentin besonders empfindlich gegen Abrasion und Säureangriffe.
 

 

Dentinkanälchen

  Dentin hat feine Kanälchen, die Reize an den Zahnnerv leiten können. Bei freiliegenden Zahnhälsen ist das Dentin nicht von Schmelz oder Zahnfleisch bedeckt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen offen. Äußere Reize wie Heißes, Kaltes, Süßes, Saures oder Berührungen führen zu Schmerzempfinden. Die regelmäßige Anwendung der speziellen elmex SENSITIVE Zahnpasta, Zahnbürste und Zahnspülung bildet einen Schutzfilm, der diese Kanälchen verschließt und so vor unangenehmen, schmerzhaften Reize schützt.
 

 

Dentinkaries/Zahnhalskaries

  Wenn sich die kariöse Zerstörung des Schmelzes erst einmal vom Schmelz ins Dentin ausgebreitet hat,
kann sie viel schneller voranschreiten: Die Kanälchenstruktur ebnet der Zerstörung den Weg direkt bis zum Zahnmark. Freiliegende Zahnhälse haben keine schützende Schmelzschicht und sind daher besonders kariesgefährdet. Die regelmäßige Anwendung der elmex SENSITIVE Produkte schützt die Zahnhälse nachhaltig vor Zahnhalskaries.
 

 

Doppelschutz

  Schutz von Zahnfleisch und Zähnen durch regelmäßige Anwendung von Zahnpasten mit Vitamin A (morgens) und Kariesschutz Zahnpasten mit Aminfluorid (abends). Bei der Anwendung vor dem Schlafengehen können die Aminfluoride besonders intensiv wirken, weil sie durch die geringe Speichelbildung in der Nacht länger in der Mundhöhle bleiben.
   
E Eckzähne
  Größte, oft spitz zulaufende Frontzähne zwischen den Schneidezähnen und ersten Backenzähnen. Der Wechsel der Eckzähne des Milchgebisses zu den bleibenden Eckzähnen erfolgt etwa im Alter von 10-12 Jahren.
   
 

 

Empfindliche Zähne

  Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Schmelz, Zahnzement oder vom Zahnfleisch bedeckt. Ist die dünne Zementschicht abgetragen, liegen die Eingänge zu den Dentinkanälchen offen. Die Kanälchen leiten äußere Reize weiter an den Zahnnerv, was bei äußeren Reizen wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührungen zu Schmerzempfinden führt. Die regelmäßige Anwendung der elmex SENSITIVE Produkte bildet einen Schutzfilm, der diese Kanälchen verschließt und unangenehme, schmerzhaften Reize zu vermeiden hilft (Desensibilisierung).
 

 

Ernährung

 

Karies entsteht durch Bakterien. Dabei spielt Zucker eine wichtige Rolle. Die Belagsbakterien bauen Zucker ab und produzieren dabei Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Ob raffinierte Zucker, Rohrzucker oder Honig, macht dabei keinen Unterschied. Jedoch ist nicht die Zuckermenge allein entscheidend, sondern vor allem die Häufigkeit des Verzehrs: je öfter Zucker, desto schädlicher. Ein Verzicht auf Zucker ist illusorisch und auch nicht nötig. Vielmehr sollte man mit den süßen Lebensmitteln bewusst umgehen:

  • Süßgetränke enthalten bis zu 100 g Zucker in 1 Liter. Werden sie immer wieder in kleinen Schlücken genossen, ist die Gefahr besonders hoch. Wasser oder ungesüßter Tee sind dagegen ideale Durstlöscher.
  • Ungezuckerte Zwischenmahlzeiten (Gemüse, Früchte, Käse, Brot) sind besser als Süßgebäck, Schokolade, Dörrobst.
  • Nach dem Verzehr von Bananen mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Spülung den Mund gut spülen.
  • Süßes in Form von Desserts zu den Hauptmahlzeiten essen, danach Zähne putzen.
  • Für zwischendurch zahnschonende Süßigkeiten wählen. Diese Genussmittel tragen das Zahnmännchen-Symbol.
  • Light bedeutet nicht zuckerfrei oder gar zahnschonend. Lightprodukte sind lediglich kalorienvermindert. Auf die Inhaltsstoffe achten!
  • Zuckerbewusstsein entwickeln. Viele unserer Nahrungsmittel und Getränke weisen versteckten Zucker auf. Produktdeklarationen lesen. Auch hinter so unterschiedlichen Bezeichnungen wie Saccharose, Glukose, Glukosesirup, Fruktose, Maltose, Malzextrakt verbergen sich Zucker, die Karies auslösen können. Inhaltsstoffe, die vorne in der Inhaltsstoffliste stehen, sind in der höchsten Konzentration enthalten.
 

 

Erosion

 

Schmelzabtragung durch chemisch-physikalische Vorgänge. So führt z.B. der häufige und regelmäßige Genuss von Fruchtsäuren – vor allem aus Getränken – zu Verlust von Zahnsubstanz. Auch häufiges Erbrechen – z.B. in der Schwangerschaft oder bei Ernährungsstörungen – kann zu Erosionen führen. Fluoridhaltige Mund- und Zahnpflegemittel reduzieren das Risiko für Erosion.

   
F

Filamente

  Fachbegriff für Borsten einer Zahnbürste. Die Borsten einer Zahnbürste sollten generell aus Kunststoff sein, da Naturborsten leicht brechen und die scharfen Bruchkanten das Zahnfleisch verletzen können. Die Kunststoff-Borsten sollten eine gute Endabrundung aufweisen oder konisch zulaufen, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Harte Borsten können Schäden an der Zahnhartsubstanz verursachen. Aus diesem Grund sind weiche bis mittelweiche Borsten empfehlenswert.
 

 

Fissurenversiegelung

  Aus den Fissuren (enge Spalten vor allem auf den Kauflächen der Backenzähne) lassen sich bakterielle Zahnbeläge oft nur schwer entfernen. Hier entsteht häufig Karies. Bei der Fissurenversiegelung werden diese Spalten mit Kunststoff aufgefüllt. Die Ansiedlung von Zahnbelägen wird so verhindert. Gleichzeitig sind diese Bereiche dann leichter zu putzen. Frisch durchgebrochene Zähne sind besonders kariesempfindlich. Deshalb ist die Fissurenversiegelung vor allem wichtig bei Kindern und Jugendlichen.
 

 

Floss

  Sonderform der Zahnseide mit einem bauschigen Abschnitt und versteiftem Ende zum Einfädeln. Gut geeignet z.B. für die Zwischenraumpflege bei Trägern von festsitzenden kieferorthopädischen Geräten bzw. Trägern von Kronen, Brücken oder Implantaten. Zur Verbesserung des Kariesschutzes sind manche dieser speziellen Zahnseiden mit Aminfluorid getränkt.
 

 

Fluorapatit

  Mineralischer Bestandteil des Zahnschmelzes. Entsteht durch Fluorideinbau in den Hauptbestandteil Hydroxylapatit. Dieser Einbau stabilisiert die Apatitstruktur und hilft so, die Zahnhartsubstanz vor Karies zu schützen.
 

 

Fluoridprophylaxe

  Verhütung der Zahnkaries durch Anwendung von Fluoriden, vor allem durch lokale Anwendung in Zahnpasten oder Mundspül-Lösungen. Auch Produkte, bei denen das Fluorid in den Körper aufgenommen wird (Salz, Nahrungsmittel oder Mineralwasser) wirken in erster Linie lokal am Zahn.
 

 

Fluoridspülung

  Gebrauchsfertige, fluoridhaltige Wirkstofflösung für zusätzlichen Kariesschutz, die bei den heutigen Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Ergänzung der täglichen Mundhygiene darstellt.
 

 

Fluorose

  Erkrankung, die durch langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entsteht. Ihre mildeste Ausprägung sind weißliche Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz. An den bleibenden Zähnen entstehen sie, wenn bis zum Alter von 6-8 Jahren regelmäßig zu hohe Fluoridmengen aufgenommen werden. Da Kleinkinder regelmäßig einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte bis zu diesem Alter eine Kinder-Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (bis 500 ppm) verwendet werden. Alle Fluoridierungsmaßnahmen (Sals, Tabletten etc.) sollten mit dem Zahnarzt besprochen werden.
 

 

Freiligende Zahnhälse

  Normalerweise wird der Zahnhals vom Zahnfleisch geschützt. Wenn das Zahnfleisch zurückgeht, liegt das Zahnbein (Dentin) frei. Dentin ist weicher als der harte Zahnschmelz und deshalb anfälliger für Zahnhalskaries und Abrasion. Zudem ist es von vielen, feinen Kanälchen, den so genannten Reizleiterkanälchen, durchzogen. Sie leiten äußere Reize wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührungen an den Zahnnerv weiter. Die spürbare Folge: schmerzempfindliche Zähne. Hauptursachen für freiliegende Zahnhälse sind vor allem Zahnfleischverletzungen durch zu harte Zahnbürsten, zu hohen Putzdruck oder falsche Putztechnik, Rückgang des Zahnfleisches und Absplittern des Zahnschmelzes durch Zähneknirschen.
 

 

Fructose

  Fruchtzucker. Einfachzucker, der für Diabetiker verträglicher ist als andere Zucker. Wird ebenso wie Haushaltszucker (Saccharose) von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und kann so auf Dauer Karies auslösen.
 

 

Füllung

  Wenn die Zahnschmelzdecke über einer entkalkten Stelle einbricht, ist der kariöse Schaden so weit fortgeschritten, dass er nicht mehr durch Fluoridanwendung repariert (remineralisiert) werden kann. Das „Loch“ muss gefüllt werden. Hierfür werden unterschiedlichste Materialien verwendet. Man unterscheidet metallfarbene Materialien (z. B. Gold, Amalgam) und zahnfarbene Materialien (z. B. Komposite, Kompomere, Keramik).
   
G

Glykose

  Stoffwechselweg des Abbaus von Traubenzucker (= Glukose). Das Endprodukt Milchsäure greift den Zahnschmelz an und kann so auf Dauer Karies auslösen.
 

 

Gruppenprophylaxe

  Gesundheitsvorsorge bei Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen. Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe umfasst Motivation und Instruktion zur häuslichen Mundhygiene, Ernährungsberatung, Fluoridierung und überwachtes Zähneputzen.
   
H Halitosis (Mundgeruch)
  Mundgeruch, oft bedingt durch mangelhafte Mundpflege, tief zerstörte Zähne oder Entzündungsprozesse in der Mundhöhle. Mundgeruch kann aber auch durch mundferne Prozesse (Magen- und Darmkrankheiten, Bronchitis, Nieren- und Blasenleiden etc.) ausgelöst werden; dies ist allerdings selten. Bei häufigem oder starken Mundgeruch sollte der Zahnarzt konsultiert werden.
 

 

Hidden Caries

  Gelartige, dickflüssige Zahnpflegeprodukte, werde als „Gel“ oder „Gelée“ bezeichnet. Zwischen Gel und Gelée gibt es wichtige Unterschiede: Gele sind Zahnpasten mit einem Fluoridgehalt zwischen 1000 – 1500 ppm und mit Putzkörpern (Abrasivstoffen) und. Gelées sind nur in der Apotheke erhältlich und aufgrund ihres höheren Fluorid-Gehaltes (z.B. elmex gelée 12.500 ppm Fluorid) zur Intensiv-Kariesprophylaxe bestimmt. Sie enthalten keine Putzkörper und sind deshalb nicht abrasiv (schmelzabtragend).
 

 

Homöopathie

  Alternative Heilmethode, die mit Wirkstoffen auf Basis der Ähnlichkeitsregel (Ähnliches heilt Ähnliches) in potenzierter Form und kleinster Dosis arbeitet. Während homöopathischer Behandlung sollte auf starke Geschmacks- und Geruchsstoffe verzichtet werden, auch bei Zahnpasten. elmex mentholfrei Zahnpasta wurde entsprechend dieser Anforderungen mit Homöopathen zusammen entwickelt. Sie ist geruchs- und geschmacksarm sowie frei von ätherischen Ölen.
 

 

Hydroxylapatit

  Wichtigster und mengenmäßig bedeutendster Bestandteil der Hartsubstanz von Knochen und Zähnen. Zahnschmelz besteht fast nie aus reinem Hydroxylapatit, sondern weist eingelagerte Fremdionen auf. Der Einbau von Fluorid stabilisiert die Apatitstruktur.
   
 I  Individualprophylaxe
  Individuelle Vorsorgemaßnahmen, die im Kindesalter die Gruppenprophylaxe ergänzen und im Erwachsenenalter – da hier keine Gruppenstrukturen wie Schule mehr existieren – vollständig ersetzen. Individualprophylaxe umfasst Maßnahmen wie professionelle Zahnreinigung, Fluoridierung, Karies-Risiko-Diagnostik und individuelle Beratung. In Gesetzlichen Krankenkassen mitversicherte Kinder haben im Alter von 6 – 17 Jahren Anspruch auf regelmäßige individualprophylaktische Betreuung in der zahnärztlichen Praxis.
 

 

Initialkaries

  Erstes Kariesstadium, bei dem nur Schäden unterhalb der Zahnschmelzoberfläche vorhanden sind. Äußere Anzeichen sind weißliche Flecken (Kreideflecken) auf dem Schmelz. Eine sichere Diagnose kann nur vom Zahnarzt und mit Röntgenaufnahmen erbracht werden. Initialkaries ist oft heilbar durch verbesserte Mundhygiene und regelmäßige Fluoridanwendung.
 

 

Interdental

  Zwischen den Zähnen
 

 

Interdentalkaries

  Karies im Zahnzwischenraum. Wegen der erschwerten Reinigungsmöglichkeit der Zahnzwischenräume ist diese Form der Karies sehr häufig. Die regelmäßige Reinigung der Interdentalräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten ist ein wichtiger Bestandteil der Mundhygiene. Zusätzliche Anwendung fluoridhaltiger Präparate führt zur Ausbildung einer Schutzschicht, die vor Säureangriffen schützt.
 

 

Interdentalraumreinigung

  Gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen; je nach Weite des Zwischenraums mit Zahnseide, Zahnhölzern, Zahnzwischenraumbürsten oder Floss.
   
J Jodformium
  Jodoform, Trijodmethan, CHJa. Gelbe, durchdringend, riechende Kristalle, unlöslich in Wasser, löslich in Alkohol und Äther. Wundantiseptikum. Spaltet auf Wundflächen langsam Jod ab.
   
K KAI-Putzsystematik
  Besonders für Kleinkinder (ab 2 bis 3 Jahren) geeignete Systematik des Zähneputzens, bei der zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen der Zähne gereinigt werden.
 

 

Karies

  Viele Mikroorganismen in der Mundhöhle ernähren sich von leicht verwertbaren Substanzen – vor allem von Zucker. Dabei scheiden sie Stoffwechselprodukte (Säuren) aus, die den Zahnschmelz angreifen und entkalken (demineralisieren). Als Folge entsteht zuerst unter der noch intakten Schmelzoberfläche eine entkalkte Stelle (Kreidefleck/Initialläsion). Schreitet die Entkalkung weiter voran, bricht die Schmelzoberfläche ein – ein Loch, „Karies“, ist entstanden.
 

 

Kariesprophylaxe

  Maßnahmen zur Verhütung von Karies. Als wirkungsvollste Vorsorgemaßnahme haben sich in den letzten Jahrzehnten die Fluoride in Zahnpasten erwiesen. Weitere kariesprophylaktische Maßnahmen sind regelmäßige Mundhygiene, gesunde Ernährung und regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen.
 

 

Kaugummi

  Das Kauen von Kaugummi – selbstverständlich ohne Zucker – nach dem Essen fördert den Speichelfluss und hilft so, zahnschädigende Säuren im Mund rascher zu neutralisieren. Kaugummikauen ersetzt allerdings keinesfalls das Zähneputzen, da vorhandene Zahnbeläge dadurch nicht entfernt werden.
 

 

Keilförmige Defekte

  Kerben im Zahnschmelz, die durch falsche Putztechnik (meist horizontale Putzbewegungen (Schrubben) mit zu hohem Bürstendruck) oder durch die Anwendung zu abrasiver Zahnpasten / zu harter Bürsten entstehen.
 

 

Kinderzahnpflege

 

Milchzähne brauchen besonderen Kariesschutz, weil sie einen weicheren, noch nicht vollständig ausgereiften Schmelz besitzen.

 

Die Anwendung fluoridhaltiger Kinderzahnpasten schützt vor Karies. elmex Kinder-Zahnpasta enthält hochwirksames Aminfluorid in der zahnärztlich empfohlenen Fluoridkonzentration von 500 ppm. Bereits die ersten Zähnchen sollten täglich, besonders abends, gründlich gereinigt werden: Bis zum 2. Geburtstag sollten die Zähne 1x täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta gereinigt werden, danach 2x täglich. Zum Zähneputzen wird eine erbsengroße Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta empfohlen. Die gelbe Borstenfläche der elmex Lern-Zahnbürste erleichtert die Dosierung.

 

Neben der gründlichen Zahnpflege sollte auf eine zahngesunde Ernährung geachtet werden. Durch zu viel Süßigkeiten, klebrige Speisen oder ständiges Nuckeln an süßen Tees und Fruchtsäften sind die Zähne einem dauernden Angriff ausgesetzt. Besser ist es, den Zuckerkonsum auf wenige Male zu konzentrieren und anschließend die Zähne zu reinigen.

 

 

Kohlehydrate

 

Organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Beispiele sind Zucker oder Stärke. Manche Kohlenhydrate – vor allem Zucker – werden von den Bakterien des Zahnbelags sehr schnell zu Säure abgebaut und führen deshalb zu Schäden am Zahnschmelz (Karies).

 

 

Kollektivprophylaxe

 

Gesundheitsvorsorgemaßnahmen, die die breite Bevölkerung eines Staates erfassen. Zahnmedizinische Kollektivprophylaxemaßnahmen sind die Fluoridierung von Trinkwasser und (bei flächendeckendem Einsatz) von Speisesalz.

 

 

Konische Filamente

  Mikrofeine Borstenenden spezieller Zahnbürsten sind konisch zulaufend. Der Durchmesser der Filamente beträgt an der Basis 0,18 mm, an der Spitze aber nur 0,05 mm. Damit sind sie außerordentlich weich und flexibel, bieten aber gleichzeitig genügend Stabilität für eine sehr gute Reinigungsleistung.
 

 

Kreidefleck

  Erstes Kariesstadium, bei dem nur Schäden unterhalb der Zahnschmelzoberfläche vorhanden sind. Äußere Anzeichen sind weißliche Flecken (Kreideflecke) auf dem Schmelz. Eine sichere Diagnose kann nur vom Zahnarzt und mit Röntgenaufnahmen erbracht werden. Initialkaries ist oft heilbar durch verbesserte Mundhygiene und regelmäßige Fluoridanwendung.
   
L Lactobacillus acidophilus
  Milchsäurebakterium. Neben Streptokokkus mutans hauptverantwortlich für Karies.
 

 

Läsion

  Verletzung, Störung. Kariöse Läsionen werden umgangssprachlich als „Löcher“ im Zahn bezeichnet.
   
M Medizinische Zahnpasta
  Zahnpasta mit klinisch belegter Wirksamkeit, im Falle der elmex Kariesschutz Zahnpasta zum Beispiel geprüft in der Kariesprophylaxe.
   
 

 

Milchzähne

 

Erste Bezahnung aus insgesamt 20 Zähnen, deren Durchbruch im 6. – 7. Lebensmonat beginnt.

Die Milchzähne werden zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr durch bleibende Zähne ersetzt und ergänzt. Sie dienen bis zu diesem Zeitpunkt als Platzhalter für die bleibenden Zähne und sollten deshalb möglichst gesund bleiben, bis sie durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Kinder-Zahnpasten mit Aminfluorid wurden speziell zum Schutz der noch nicht ausgereiften, weicheren Milchzähne entwickelt.

 

 

Molaren

  Mahlzähne; bleibende, große, mehrhöckerige Backenzähne. Die ersten Molaren (Sechsjahrmolaren) brechen etwa im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch. Sie sind – zusammen mit den bleibenden Schneidezähnen – die ersten bleibenden Zähne in der Mundhöhle, werden allerdings häufig „übersehen“. Etwa im 12. Lebensjahr brechen die zweiten Molaren in die Mundhöhle durch, evtl. erst im Erwachsenenalter die Weisheitszähne. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren (also etwa mit Beginn der Schulzeit) sollte die Kinderzahnpasta durch eine Erwachsenen mit höherem Fluoridgehalt ersetzt werden, z.B. morgens aronal forte Zahnpasta, abends elmex Kariesschutz Zahnpasta.
 

 

Munddusche

  Wasserstrahlgerät zur Entfernung von Speiseresten etc. Die Munddusche entfernt allerdings keine haftenden, bakteriellen Zahnbeläge und kann deshalb die Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta keinesfalls ersetzen.
 

 

Mundgeruch

  Oft bedingt durch mangelhafte Mundpflege, tief zerstörte Zähne oder Entzündungsprozesse in der Mundhöhle. Mundgeruch kann aber auch durch mundferne Prozesse (Magen- und Darmkrankheiten, Bronchitis, Nieren- und Blasenleiden etc.) ausgelöst werden; dies ist allerdings selten. Bei häufigem oder starkem Mundgeruch sollte der Zahnarzt konsultiert werden.
 

 

Mundhygiene

  Maßnahmen zur Entfernung von Speiseresten und bakteriellen Zahnbelägen aus der Mundhöhle. Hilfsmittel für die häusliche Mundhygiene sind Zahnbürsten, Zahnpasten, Zahn- oder Mundspül-Lösungen, Zahnseide, Zahnhölzer und Zahnzwischenraumbürsten.
   
 

 

Mundtrockenheit

 

Mangel an Speichelfluss bis zur vollständigen Mundtrockenheit (Xerostomie). Kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente, wie z.B. orale Antidiabetika, blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka, hervorgerufen werden oder durch Bestrahlung der Speicheldrüsen entstehen. Weil die Remineralisation der Zahnhartsubstanzen durch den Speichel eingeschränkt ist oder ganz fehlt, zeigen Patienten mit reduziertem Speichelfluss – bei entsprechender Ernährung – einen so rapiden Karieszuwachs, dass nur eine besonders intensive prophylaktische Betreuung eine völlige Zerstörung des Gebisses verhindern kann.

 

Wichtig hierbei ist die regelmäßige, evtl. sogar mehrmals tägliche Fluoridierung, z. B. mit elmex Kariesschutz Zahnspülung oder meridol Mundspül-Lösung. Der Zahnarzt kann in solchen Fällen auch die häufige Löffelapplikation von elmex gelée empfehlen.

   
N Natriumfluorid
  Natriumfluorid ist ein anorganisches Salz, dessen kariesprophylaktische Wirkung in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Mit Calciumsalzen bildet es schnell schwerlösliches Calciumfluorid. Natriumfluorid wird unter anderem in Zahnpflegemitteln eingesetzt.
 

 

Netzmittel

  Natürliche oder synthetische Stoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen, so dass sie die Oberflächen fester Körper benetzen können. Netzmittel – auch Tenside genannt – haben einen hydrophoben (wasserfeindlichen) und einen hydrophilen (wasserfreundlichen) Molekülteil. Sie sind grenzflächenaktiv, d. h. sie reichern sich an Grenzflächen an. In Zahnpasten werden Netzmittel eingesetzt, weil sie die schnelle und vollständige Auflösung und Verteilung der Zahnpasta in der Mundhöhle fördern. Sie unterstützen die mechanische Zahnbelagsentfernung und verhindern die Wiederanlagerung der abgelösten Beläge. Netzmittel bilden beim Putzen Schaum, der von den Anwendern als angenehm empfunden wird. Da sie in die Mundhöhle gelangen und verschluckt werden können, müssen sie schleimhautverträglich und auch toxikologisch unbedenklich sein.
   
O Olaflur
  Spezielle Fluoridverbindung. Das Aminfluorid Olaflur mineralisiert und schützt die Zähne besonders effektiv und sorgt für wirksamen Kariesschutz. Durch seine spezielle chemische Struktur (Netzmittel) lagert sich Olaflur besonders schnell und gut auf allen Zahnoberflächen an und fördert die Ausbildung einer fluoridhaltigen Schutzschicht. Diese schützt den Zahn bei Säureangriffen sehr wirksam. Gleichzeitig kann der Speichel – und mit ihm das Fluorid – auch enge Zahnzwischenräume und Grübchen der Backenzähne besser erreichen. Gerade an solchen schlecht zugänglichen Orten beginnt Karies besonders oft.
   
P Parodontitis
  Entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium). Unbehandelt führt eine Parodontitis zu Zahnlockerung und schließlich zum Zahnverlust. Sie geht einher mit dem Auftreten bestimmter Bakterien im Zahnbelag. Im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sind die Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel. Allerdings kann das Fortschreiten der Krankheit durch professionelle Belagsentfernung, regelmäßige zahnärztlichen Kontrollen und gute häusliche Mundhygiene verlangsamt werden.
 

 

Parodontitis

  Früher fälschlicherweise für Gingivitis (Zahnfleischentzündung) verwendeter Begriff. Korrekt verwendet, bezeichnet Parodontitis eine Rückbildung des Zahnhalteapparates.
 

 

Pellikel

  Schmelzoberhäutchen. Unsichtbarer permanenter, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Speichelbestandteilen besteht.
 

 

ph-Wert in der Mundhöhle

  Der pH-Wert in der Mundhöhle wird normalerweise vom pH-Wert des Speichels bestimmt. Dieser bewegt sich um den Neutralpunkt von pH = 7,0 (Normalbereich pH = 6,0 – 7,5). Wird den Bakterien in den Zahnbelägen Zucker zugeführt, so bauen sie diesen unter Energiegewinn zu Säuren ab. Dann sinkt der Wert in der Mundhöhle ab. Liegt er unter pH = 5,5, überwiegt die Demineralisation (Auflösung) des Zahnschmelzes gegenüber der Remineralisation (Einbau von Mineralstoffen). Addieren sich viele solcher Säureangriffe, ohne dass ausreichend Zeit für Reparaturprozesse zur Verfügung steht, so kommt es zu Karies.
 

 

Plaque

 

Zäher Belag, der sich auf den Zahnoberflächen, vor allem in den Fissuren der Backenzähne in den Zahnzwischenräumen und entlang dem Zahnfleischrand festsetzt. Plaque besteht zum größten Teil aus Bakterien. In 1 mg nasser Plaque findet man ca. 250 Millionen Bakterien. In einem Milligramm Nassgewicht Plaque befinden sich etwa 100 bis 300 Millionen (100.000.000 bis 300.000.000) Keime. Sie sind so klein, dass man sie nur mikroskopisch erkennen kann.

 

Viele dieser Bakterien sind für die Produktion von zahnschädigenden Säuren verantwortlich. Der Speichel, der diese Säuren neutralisieren könnte, hat bei dieser „Übermacht“ kaum noch eine Wirkung.

Außerdem scheiden einige Bakterien Substanzen aus, welche den Zahnbelag klebrig und zäh haftend machen.

 

Deshalb kann Plaque nur mechanisch – also unter Verwendung von Zahnbürste und Zahnpasta – entfernt werden. Plaquebedeckte Zähne fühlen sich mit der Zunge „pelzig“ an, plaquefreie Zähne sind angenehm glatt.

   
 

 

ppm

  Englische Abkürzung für parts per million; Konzentrationsangabe für die Verdünnung von eins zu einer Million. Üblich z. B. für die Beschreibung des Fluoridgehalts in Zahnpasten. Während Kinderzahnpasten einen reduzierten Fluoridgehalt von 500 ppm aufweisen sollten, enthalten Zahnpasten für Erwachsene 1000 bis 1500 ppm Fluorid.
 

 

Prämolaren

  Vordere, bleibende Backenzähne mit jeweils zwei Kauhöckern. Die 8 Prämolaren ersetzen die 8 Milchmolaren des Milchgebisses. Sie brechen bis zum 12. Lebensjahr in die Mundhöhle durch.
 

 

Prophylaxe

  Verhütung von Krankheiten, vorbeugende Behandlung. Beispiel Fluoridprophylaxe = Vorbeugung von Zahnkaries durch Anwendung von Fluoriden, z.B. durch lokale Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten, Mundspül-Lösungen und Karies-Schutzmedizinpräparaten.
 

 

Prophylaxeassistentin

  Speziell für Prophylaxeaufgaben fortgebildete Mitarbeiterin des Zahnarztes.
 

 

Putzkörper

  Putzkörper sind ein wichtiger Bestandteil von Zahnpasten (Gehalt in der Zahnpasta 15 – 50 %). In der Regel sind Putzkörper wasserunlösliche, Stoffe. Putzkörper sollen den Zahnbelag mechanisch entfernen, ohne den Zahnschmelz und, bei freiliegenden Zahnhälsen, das weichere freiliegende Dentin durch Abrasion zu schädigen. Das Abrasionsverhalten hängt von der Härte, der Korngröße und der Oberflächenstruktur des Putzkörpers ab. Zahnpasten für Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen müssen besonders schonende Putzkörper enthalten.
 

 

Putztechnik, -systematik

 

Zahnreinigung ist nur effektiv, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt.

 

Eine Basismethode für Kleinkinder (ab 2 bis 3 Jahren) stellt die KAI-Systematik dar, bei der zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden.

 

Eine Basistechnik für Erwachsene ist z. B. die „Bass-Methode“, bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleischsaum gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unterweisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.

   
Q

Quadrant

  Viertel eines Kreises
   
R Remineralisation
  Reparatur von kleinsten Schmelzschäden durch Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz. Sie wird gefördert durch die Anwendung von fluoridhaltigen Präparaten wie Anwendung von Zahnpasten, Mundspül-Lösungen und höher fluoridhaltiger Karies-Schutzmedizinpräparaten.
   
 S Saccharin
  Kalorienfreier, nicht kariesauslösender Süßstoff. 500mal süßer als Saccharose (Haushaltszucker).
 

 

Saccharose

  Haushaltszucker. Aus zwei Untereinheiten (Glukose und Fruktose) bestehender Zucker. Saccharose wird von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und löst deshalb auf Dauer Karies aus.
 

 

Salzfluoridierung

  Das Würzen von Lebensmitteln mit fluoridiertem Salz (250 mg Fluorid pro Kilogramm Salz) ist eine Maßnahme von guter kariesprophylaktischer Wirksamkeit. Sie bildet eine gute Ergänzung zur Verwendung von fluoridhaltigen Mund- und Zahnpflegemitteln.
 

 

Säureschutz-Test

  Die Eierschale ist ähnlich aufgebaut wie Zahnschmelz. Deshalb kann die Wirkung der Aminfluoride an einem Ei veranschaulicht werden. Das Ei wird 3 Minuten lang in einen mit Fluoridgel gefüllten Eierbecher eingelegt, dadurch wird die Säureresistenz der Eierschale erhöht. Danach spült man das Ei vorsichtig mit Wasser ab und legt es in ein Glas mit Haushaltsessig. Auf der unbehandelten Fläche bilden sich schnell Gasbläschen. Sie zeigen die beginnende Auflösung der Schale.
 

 

Schmelzoberhäutchen

  Pellikel. Unsichtbarer permanenter, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Speichelbestandteilen besteht.
 

 

Schmerzempfindliche Zähne

  Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Schmelz oder vom Zahnfleisch bedeckt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen offen und vermitteln Schmerzempfinden bei äußeren Reizen wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührung. Die regelmäßige Anwendung fluoridhaltiger Zahnpflegeprodukte bildet einen Schutzfilm, der diese Kanälchen verschließt und die unangenehmen, schmerzhaften Reize verhüten kann (Desensibilisierung).
 

 

Schneidezähne

  Schaufel- oder meißelförmige Frontzähne, die zum Abbeißen dienen. Die 8 Milchschneidezähne werden etwa im Alter von 6 Jahren durch 8 bleibende Schneidezähne ersetzt.
 

 

Schwangerschaft und Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

  Das Risiko, an einer Zahnfleischentzündung zu erkranken, ist in der Schwangerschaft deutlich erhöht: nahezu alle schwangeren Frauen entwickeln eine Form der Schwangerschafts-Gingivitis. Der Grund dafür ist die Veränderung verschiedener Hormonspiegel im Körper während der Schwangerschaft. Durch die erhöhte Progesteronkonzentration werden die Gefäße des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut erweitert und das Gewebe durchlässiger für die von den Plaque-Bakterien produzierten Giftstoffe. Diese erhöhte Durchlässigkeit des Zahnfleisches ist verantwortlich dafür, dass während der Schwangerschaft bereits geringe Plaquemengen im Bereich des Zahnfleischsaumes zu Entzündungen führen können. Um die Zahnfleischentzündung und ein Fortschreiten des Prozesses zu vermeiden, ist es wichtig auf die Alarmsignale zu achten: Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch.
 

 

Sekundärkaries

  Karies, die sich am Rand einer Füllung bildet. Sie entsteht, wenn sich am Rand einer Füllung feine Spalten befinden, in denen Belagsbakterien gut anhaften können.
 

 

Sorbit

  Zuckerersatzstoff; etwa halb so süß wie Haushaltszucker. Als „Sionon“ süß schmeckender Zuckerersatz für Diabetiker; löst praktisch keine Karies aus. Kann in größeren Mengen zu Durchfällen führen.
 

 

Speichel

  Von den Speicheldrüsen gebildete Mundflüssigkeit. Speichel bewahrt die Schleimhäute vor Austrocknung, spült die Mundhöhle, puffert entstehende Säuren ab und liefert Mineralien zur Remineralisation des Zahnschmelzes. Patienten mit reduziertem Speichelfluss können einen rapiden Karieszuwachs aufweisen, der nur mit besonders intensiver prophylaktischer Betreuung verhindert werden kann. Wenn sich Ihr Mund öfters trocken anfühlt oder Sie regelmäßig Arzneimittel wie orale Antidiabetika, Blutdrucksenker oder Psychopharmaka einnehmen fragen Sie Ihren Zahnarzt um Rat.
 

 

Speicheltests

  Nachweis und zahlenmäßige Bestimmung von Kariesbakterien im Speichel und Untersuchung der Fließrate und Pufferkapazität des Speichels. Speicheltests können die Bestimmung des individuellen Kariesrisikos ergänzen.
 

 

Stomatitis

  Entzündung der Mundschleimhaut, die sich durch oft kaum erkennbare Rötungen, Schwellungen und evtl. bräunlich abwischbare Beläge auszeichnet. Im Gegensatz zu den chronischen Entzündungen sind akute Mundschleimhautentzündungen äußerst schmerzhaft.
 

 

Streptoccus mutans

  Bakterienart, die maßgeblich an der Kariesentstehung beteiligt ist. Hauptbestandteil der Plaque.
 

 

subgingival

  Unterhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.
 

 

supragingival

  Oberhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.
 

 

Süßstoffe

 

Kalorienfreie, nicht kariesauslösende Zuckerersatzstoffe wie Saccharin, Zyklamat und Aspartam. Sie sind bis zu 300mal süßer als Haushaltszucker.

   
T

Traubenzucker

 

Glukose. Wird ebenso wie Haushaltszucker (Saccharose) von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und löst so auf Dauer Karies aus.

 

 

Trinkwasserfluoridierung

  Älteste Form der kollektiven Kariesvorbeugung. In den USA seit den 40er Jahren gebräuchlich. Dort trinken etwa 110 Millionen Menschen regelmäßig fluoridiertes Wasser. Die optimale kariesprophylaktische Konzentration liegt bei einem Milligramm Fluorid pro Liter Trinkwasser. In Deutschland gibt es keine Trinkwasserfluoridierung; in der Schweiz wird das Trinkwasser lediglich im Kanton Basel-Stadt fluoridiert. Eine Alternative stellt die Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz dar.
   
U

Unterfüllung

  Abdeckung der Dentinwunde bei der Kavitätenpräparation mit indifferentem Werkstoff zum Schutz der Pulpa gegen thermische (Amalgam) und chemisch-toxische (Silikat, Kunststoff) Reize. Auch zur Auskleidung unter sich gehender Kronenwände zur Herstellung von Einlagefüllungen.
   
V Verborgene Karies
  Karies, die an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche schon relativ weit ausgedehnt hat, vor allem an den Kauflächen der Backenzähne. Diese Art der Karies kann nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.
 

 

Verfärbte Zähne

  Die Zähne sind von einem unsichtbaren, dünnen Überzug bedeckt (Schmelzoberhäutchen / Pellikel). Hier können körperfremde Farbstoffe eingelagert werden und zu Verfärbungen führen. Diese Farbstoffe stammen meist aus der Nahrung (aus Früchten, gefärbten Lebensmitteln, Tee, Kaffee, Rotwein etc.) und aus Tabakwaren (Teer). Gute Mundhygiene und/oder professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt verhindern bzw. beseitigen Verfärbungen.
 

 

Versiegelung

  Aus den Fissuren (enge Spalten) auf den Kauflächen der Backenzähne lassen sich bakterielle Zahnbeläge oft nur schwer entfernen. Hier entsteht häufig Karies. Bei der Fissurenversiegelung werden diese Spalten mit Kunststoff ausgefüllt. Die Ansiedlung von Zahnbelägen wird so verhindert. Gleichzeitig sind diese Bereiche dann leichter zu putzen. Frisch durchgebrochene Zähne sind besonders kariesempfindlich. Deshalb ist die Fissurenversiegelung vor allem wichtig bei Kindern und Jugendlichen.
 

 

Vitamin A

  In Zahnpasten enthaltenes Vitamin A (Retinylpalmitat) stärkt und kräftigt das Zahnfleisch und schützt vor Zahnfleischbluten und -entzündungen.
   
W Weiße Zähne
  Modisches Schönheitsideal. Natürliche Zähne sind aber nie völlig weiß, sondern haben eine lebendige Eigenfarbe. Die Anwendung von weißenden Zahnpasten bzw. von Bleichmitteln sollte immer in Absprache mit dem Zahnarzt erfolgen.
   
X X-Borsten
  Die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume sind besonders kariesgefährdet. Herkömmliche Zahnbürsten reinigen an den Zahnzwischenräumen meist nur unzureichend. Die X-Borsten spezieller Zahnbürsten reinigen bis in die Zahnzwischenräume. Sie sind damit herkömmlichen Zahnbürsten überlegen und helfen so, Karies wirksam vorzubeugen.
 

 

Xerostomie

  Starke Mundtrockenheit durch Mangel an Speichel. Kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente, wie orale Antidiabetika, blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka, hervorgerufen werden oder durch Bestrahlung der Speicheldrüsen entstehen. Weil die Remineralisation durch den Speichel unterbunden ist, zeigen Patienten mit reduziertem Speichelfluss ein hohes Kariesrisiko. Besonders intensive kariesprophylaktische Maßnahmen sind notwendig. Wichtig hierbei ist die regelmäßige, evtl. sogar mehrmals tägliche Fluoridierung mit einer Zahn- oder Mundspülung. Der Zahnarzt kann in solchen Fällen auch die häufige Löffelapplikation von elmex gelée empfehlen.
   
X

Xylit

  Süß schmeckende Substanz (Zuckeralkohol), die weniger kariesauslösend ist als „normale“ Zucker wie Saccharose oder Glucose. Xylit besitzt eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, ist allerdings sehr teuer in der Herstellung. Wird zum Beispiel in zahnschonenden Kaugummis oder Fruchtbonbons eingesetzt. Kann in größeren Mengen abführend wirken.
   
Y Y-Platte
  Y-Platte (A. M. Schwarz) aktive kieferorthopädische Platte mit zwei schräggestellten Schrauben, die nach mesial, aber auch gleichzeitig nach distal und bukkal wirken, etwa zur Lückenöffnung für beide Eckzähne. Die Sägeschnitte ergeben bei der Oberkieferplatte die Form eine Y.
   
Z Zähne
  Zähne gehören zusammen mit den Knochen zum Hartgewebe des Menschen. Sie dienen hauptsächlich der Nahrungszerkleinerung. Jeder Zahn besteht aus Krone (über dem Zahnfleisch) und Wurzel (unterhalb des Zahnfleisches). Den Übergang nennt man Zahnhals. Die Wurzelspitzen sind offen; Blut und Nervenbahnen führen durch die Wurzelkanäle in die Zahnhöhle hinein und bilden das Zahnmark (Pulpa), das von Zahnbein (Dentin) umschlossen ist. Im Kronenteil wird das Zahnbein (Dentin) vom Zahnschmelz überdeckt, der härtesten Substanz unseres Körpers. Er ist jedoch empfindlich gegen Säureangriffe.   Zähne stehen im sogenannten Zahnhalteapparat, auch Zahnbett (Parodont) genannt. Es besteht aus Zahnfleisch (Gingiva), knöchernem Zahnfach (Alveole), Wurzelhaut oder Faserapparat (Desmodont) und Zahnzement. Der Zahn ist nicht fest mit dem Knochen verwachsen, sondern mit Hilfe des Faserapparates im Zahnfach (Alveole) elastisch aufgehängt. Dadurch wird verhindert, dass der Zahn bricht, wenn wir z.B. auf ein Steinchen in der Nahrung beißen.
 

 

Zahnbelag

  Zäher Belag, der sich auf den Zahnoberflächen, vor allem in den Fissuren der Backenzähne in den Zahnzwischenräumen und entlang dem Zahnfleischrand festsetzt. Plaque besteht zum größten Teil aus Bakterien. In 1 mg nasser Plaque findet man ca. 250 Millionen Bakterien. In einem Milligramm Nassgewicht Zahnbelag befinden sich etwa 100 bis 300 Millionen (100.000.000 bis 300.000.000) Keime. Sie sind so klein, dass man sie nur mikroskopisch erkennen kann.
 

 

Zahnbelag durch Anfärbung sichtbar gemacht

 

Viele dieser Bakterien sind für die Produktion von zahnschädigenden Säuren verantwortlich. Der Speichel, der diese Säuren neutralisieren könnte, hat bei dieser „Übermacht“ kaum noch eine Wirkung.

 

Außerdem scheiden einige Bakterien Substanzen aus, welche den Zahnbelag klebrig und zäh haftend machen.

 

Deshalb kann Plaque kann nur mechanisch – also unter Verwendung von Zahnbürste und Zahnpasta – entfernt werden. Plaquebedeckte Zähne fühlen sich mit der Zunge „pelzig“ an, plaquefreie Zähne sind angenehm glatt.

 

 

Zahnbettentzündung

  Entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodont). Unbehandelt führt sie zu Zahnlockerung und schließlich Zahnverlust. Sie geht einher mit dem Auftreten bestimmter Bakterien im Zahnbelag. Im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sind die Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel. Allerdings kann das Fortschreiten der Krankheit durch professionelle Belagsentfernung, regelmäßige zahnärztlichen Kontrollen und gute Mundhygiene verlangsamt werden.
 

 

Zahnbürste

 

Gebräuchlichstes Hilfsmittel zur Entfernung bakterieller Zahnbeläge. Wichtige Auswahlkriterien sind: – Nicht zu großer Bürstenkopf – Stabiler Griff, der bequem gefasst werden kann – Abgerundete und polierte oder konisch geformte weiche Borsten aus Kunststoff.

 

Kleinkinder mit ihrer kleineren Mundhöhle benutzen die elmex Lern-Zahnbürste. Ab ca. dem 5. Lebensjahr ist die Umstellung auf die elmex interX JUNIOR Zahnbürste oder aronal öko-dent für Kinder angezeigt. Ca. ab dem 12. Lebensjahr sollte eine Erwachsenen- Zahnbürste verwendet werden. Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen sollten eine Zahnbürste mit besonders weichen Borsten z.B. die elmex interX SENSITIVE Zahnbürste verwenden. Für Patienten die zu Entzündungen des Zahnfleischs neigen, ist die meridol Zahnbürste besonders geeignet.

 

 

Zähneputzen

 

Zahnreinigung ist nur effektiv, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt.

 

Eine Basismethode für Kleinkinder (ab 2 bis 3 Jahren) stellt die KAI-Systematik dar, bei der zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden.

 

Eine Zahnputztechnik für Erwachsene, bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischrand angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleischrand gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unterweisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.

 

 

Zahnfleischbluten

  Wichtigstes Anzeichen einer Zahnfleischentzündung: Das Zahnfleisch blutet, tut aber meist nicht weh. Damit die Entzündung ausheilen und das Bluten abklingen kann, müssen die bakteriellen Beläge vor allem am Zahnfleischsaum möglichst vollständig beseitigt werden, am besten mit einer weichen und sanften Zahnbürste wie z.B. der meridol Zahnbürste mit ihren mikrofeinen Borstenenden. meridol Zahnpasta fördert die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch und hemmt die Plaqueneubildung. meridol Mundspül-Lösung schützt wirksam vor Gingivitis und fördert das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle.
 

 

Zahnfleischentzündung

  Zahnfleischentzündung wird durch Stoffwechselprodukte von Bakterien (Plaque) ausgelöst, die den Zahnfleischsaum besiedeln. Wichtigstes Anzeichen sind Schwellung und Bluten des Zahnfleisches. Damit die Entzündung ausheilen kann, müssen die bakteriellen Beläge vor allem am Zahnfleischsaum möglichst vollständig beseitigt werden.
 

 

Zahnfleischrückgang

  Rückbildung des Zahnfleisches nach entzündlichen Prozessen (Gingivitis, Parodontitis) oder durch Verletzung der Gingiva an einzelnen Zähnen, z. B. durch falsche Zahnputztechniken (meist durch horizontales Schrubben und/oder zuviel Druck). Zahnfleischschwund kann nicht mehr rückgängig gemacht, sondern höchstens durch Gewebetransplantation gebessert werden. Die durch Zahnfleischrückgang freiliegenden Zahnhälse sind besonders empfindlich gegenüber Karies sowie äußeren Reizen wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührungen und bedürfen daher besonderer Pflege.
 

 

Zahnhölzer

  Aus weichem Holz hergestellte Hölzer mit dreieckigem Querschnitt, die zur Reinigung der Zahnzwischenräume dienen. Sie sind besonders geeignet für unterwegs, immer dann, wenn keine Gelegenheit zum Zähneputzen besteht. Zahnhölzer werden mit der flachen Seite zum Zahnfleisch in die Zahnzwischenräume eingeführt, um das Zahnfleisch nicht zu schädigen. Sie sollten Fluorid enthalten, um den Kariesschutz zu optimieren.
   
 

 

Zahnmedizinische Fachangestellte

  Mitarbeiterin des Zahnarztes, die die zahnärztliche Behandlung und Gesundheitsaufklärung unterstützt.
   
 

 

Zahnpasta

  Aromatische, cremeartige Zubereitung mit Abrasivstoffen (sog. Putzkörper), die die Reinigungswirkung der Zahnbürste unterstützt. Zugesetzte Wirkstoffe verbessern die prophylaktische Wirkung. Die Zahnpaste sollte immer Fluorid gegen Karies enthalten. Zahnpasten sollten nach der gewünschten Wirkung und nicht ausschließlich nach dem Geschmack ausgewählt werden. So gibt es z.B. Spezialzahnpasten für Personen mit freiliegenden Zahnhälsen oder mit Zahnfleischentzündungen.
 

 

Zahnputzmethode/ -systematik

 

Zahnreinigung ist nur effektiv, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt.

 

Eine Basismethode für Kleinkinder (ab 2 bis 3 Jahren) stellt die KAI-Systematik dar, bei der zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden.

 

Eine Basistechnik für Erwachsene ist z. B. die „Bass-Methode“, bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischrand angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleischrand gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unterweisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.

 

 

Zahnseide

 

Kunststoff-Faden zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Ca. 50 cm Zahnseide werden aus dem Spender entnommen, um beide Mittelfinger gewickelt und über die Daumen geführt. Der gespannte Faden wird vorsichtig in die Zahnzwischenräume eingeführt und auf – und abgestreift. Wichtig ist, immer beide Zahnflächen des Zahnzwischenraums zu reinigen. Zahnseide besteht aus Polyamid, manche sind mit Aminfluorid getränkt und in den Varianten gewachst und ungewachst erhältlich.

   
 

 

Zahnstein

 

Mineralisierte = verkalkte, harte Zahnbeläge. Sie bilden sich überall dort, wo bakterielle Zahnbeläge lange genug liegen bleiben, um Mineralien einzulagern. Die Verkalkung beginnt bereits nach ca. 24 Stunden. Vorzugsweise bildet sich Zahnstein an den Stellen der Mundhöhle, an denen die Speicheldrüsen in die Mundhöhle münden. Diese Stellen liegen innen an den unteren Schneidezähnen (Mündung der Unterzungendrüsen) und außen an den oberen vorderen Backenzähnen (Mündung der Ohrspeicheldrüse). Zahnstein kann sich nicht nur oberhalb des Zahnfleischrandes bilden, sondern auch unterhalb und wird dann Konkrement / Konkremente genannt.

 

Konkremente entstehen durch die Einlagerung von Mineralien und Blutbestandteilen in bakterielle Zahnbeläge und sind besonders hart und schwer zu entfernen.

 

Zahnstein kann nicht durch Zähneputzen entfernt werden, sondern nur in der zahnärztlichen Praxis.

 

 

Zahnverfärbung

  Die Zähne sind von einem unsichtbaren, dünnen Überzug bedeckt (Schmelzoberhäutchen / Pellikel). Hier können körperfremde Farbstoffe eingelagert werden und zu Verfärbungen führen. Diese Farbstoffe stammen meist aus der Nahrung (aus Früchten, gefärbten Lebensmitteln, Tee, Kaffee, Rotwein etc.) und aus Tabakwaren (Teer). Gute Mundhygiene und/oder professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt verhindern bzw. beseitigen Verfärbungen.
 

 

Zahnwechsel

  Wechsel von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr. Der Zahnwechsel erfolgt nach und nach, so dass die Gebissfunktion über die gesamte Zeit gewährleistet ist. Die ersten bleibenden Zähne sind die Sechsjahrmolaren, die etwa im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durchbrechen, und die bleibenden Schneidezähne. Zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr werden dann die Eckzähne ersetzt. Etwa im 12. Lebensjahr brechen die zweiten Molaren und – evtl. erst im Erwachsenenalter – die Weisheitszähne durch. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren (also etwa mit Beginn der Schulzeit) sollte von der Kinderzahnpasta auf eine Zahnpasta mit „normalem“ Fluoridgehalt umgestellt werden. Gleichzeitig sollten die neu durchgebrochenen bleibenden Zähne durch die wöchentliche Anwendung von elmex gelée besonders intensiv vor Karies geschützt werden.
 

 

Zahnzwischenraumbürsten

  Hilfsmittel zur gezielten Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen, insbesondere bei größeren Zahnzwischenräumen. Man unterscheidet vor allem zylindrische und konische Interdental-Bürstchen.
 

 

Zahnzwischenraumkaries

  Karies im Zahnzwischenraum tritt wegen der oft vernachlässigten Reinigung der Zahnzwischenräume sehr häufig auf. Schutz bietet eine regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume, vor allem unter Anwendung aminfluoridhaltiger Produkte. Aminfluoride bilden auf allen Zahnoberflächen eine Deckschicht, die vor Säureangriffen schützt.
 

 

Zahnzwischenraumreinigung

  Gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen; je nach Weite des Zwischenraums mit Zahnseide, Zahnhölzern oder Zahnzwischenraumbürsten.
 

 

Zinnfluorid/Aminfluorid

  International patentierte Wirkstoffkombination in den meridol Präparaten. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass diese Kombination die Regeneration von irritiertem Zahnfleisch fördert und so Zahnfleischproblemen wirksam vorbeugt.
 

 

Zucker

  Kleine, leicht spaltbare Kohlenhydrate, die von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut werden und so auf Dauer Karies auslösen können. Zucker in Lebensmitteln tragen so unterschiedliche Bezeichnungen wie Saccharose, Glucose, Glucosesirup, Fructose, Maltose, Malzextrakt. Sie sind alle kariogen. „Zuckerfreie“ Lebensmittel müssen lediglich frei von Saccharose sein. Sie können also durchaus andere kariogene Substanzen enthalten.
 

 

Zuckeraustauschstoffe

  Süß schmeckende Substanzen, die weniger kariesauslösend sind als „normale“ Zucker wie Saccharose oder Glucose. Gebräuchliche Zuckeraustauschstoffe sind die Zuckeralkohole Sorbit, Mannit und Xylit. Sie besitzen eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, wirken allerdings in größeren Mengen oft abführend. Produkte, die Zuckeraustauschstoffe enthalten, führen nicht zu einer Säureproduktion in der Mundhöhle. Sie dürfen das Signet „Zahnmännchen“ tragen.
 

 

Zuckerfrei

  Als „zuckerfrei“ dürfen alle Lebensmittel bezeichnet werden, die keinen Haushaltszucker (Saccharose) enthalten. Andere kariesauslösende Substanzen können dagegen durchaus enthalten sein. Dies kann nur durch genaue Prüfung der Inhaltsstoffliste festgestellt werden. Ein Hinweis: die Endung „-ose“ deutet auf die Möglichkeit des Abbaus durch Belagsbakterien zu Säuren und damit auf ein Kariesrisiko.
 

 

Zucker

  Kalorienfreie, nicht kariesauslösende Süßstoffe wie Saccharin, Zyklamat und Aspartam. Sind bis zu 300mal süßer als Haushaltszucker.